WEIHNACHTSGERICHTE: 12 TRADITIONELLE SPEISEN FÜR HEILIGABEND (TEIL III)

WEIHNACHTSGERICHTE: 12 TRADITIONELLE SPEISEN FÜR HEILIGABEND (TEIL III)

Der alljährliche Weihnachtstrubel in der Küche bereitet Millionen von Menschen Kopfzerbrechen. Es fehlen nicht nur Rezeptideen, sondern viele Dinge werden zudem in letzter Minute vorbereitet, sodass wir erschöpft und frustriert zum Heiligabend-Essen zusammenkommen. Wir präsentieren Rezepte, die Sie problemlos vorbereiten und einfrieren können, bevor der Weihnachtsputz, das Schmücken des Christbaums und die Suche nach der einen defekten Glühbirne in der Lichterkette Ihre ganze Zeit in Anspruch nehmen. ;)

Weihnachtsvorbereitungen

INHALTSVERZEICHNIS:

  1. Roter Borschtsch mit Uszka-Teigtaschen
  2. Weihnachtliche Pastete nach Ardenner Art.

ROTER BORSCHTSCH MIT USZKA

Es gibt bestimmte Gerichte, ohne die Heiligabend in einem polnischen Haus nicht stattfinden könnte. Und wir meinen hier nicht den Karpfen, sondern den roten Borschtsch mit Uszka! Die Zubereitung dieses Gerichts ist mittlerweile kinderleicht geworden, da unser Roter Borschtsch verzehrfertig in der Flasche geliefert wird – Sie müssen ihn nur noch erhitzen und nach Belieben mit Pfeffer und Majoran abschmecken. So können Sie sich ganz auf das Formen der kleinen Teigtaschen (Uszka) konzentrieren. :)

Roter Borschtsch mit Uszka

ZUTATEN:

  • Roter Borschtsch (fertig in der Flasche)
  • Majoran
  • Schwarzer Pfeffer, gemahlen
  • Weizenmehl (Type 550)
  • Kurkuma
  • Wasser
  • Natives Rapsöl
  • Getrocknete Waldpilze
  • Weiße Buchweizengrütze (ungröstet)
  • Frische Zwiebeln
  • Getrocknete Zwiebeln
  • Salz
  • Altpolnischer Kräuterpfeffer
  • Gemüsegewürz (z.B. Vigora)

 

ZUBEREITUNG:

Die getrockneten Pilze abspülen und kochen, bis sie weich sind. Besonders die Stiele benötigen eine lange Kochzeit, daher sollten sie vor dem Herausnehmen geprüft werden.

Die Pilze mit einer Schaumkelle aus dem Topf nehmen und in den entstandenen Pilzsud die weiße, ungeröstete Buchweizengrütze geben. Kurz kochen (ca. 12 Minuten), dabei darauf achten, dass die Grütze nicht zu weich wird, sondern al dente bleibt. Danach die Grütze durch ein Sieb abgießen i zurück in den warmen Topf geben. Abgedeckt an einem warmen Ort ruhen lassen.

Eine frische Zwiebel in Streifen schneiden und in einer Pfanne mit erhitztem Rapsöl glasig dünsten. Kurz vor Ende zwei große Hände voll getrocknete Zwiebeln hinzufügen – das spart viele Tränen! ;) Die Hitze abstellen und die Pfanne abdecken, damit die getrockneten Zwiebeln das Öl aufnehmen können.

Anschließend die Zwiebelmischung und die Pilze durch den Fleischwolf drehen. Es lohnt sich, in eine robuste Maschine zu investieren, die bei täglichem Gebrauch ein Leben lang hält.

Die gemahlenen Pilze mit der gekochten Grütze vermengen, nach Geschmack salzen, Kräuterpfeffer und Gemüsegewürz hinzufügen. Die Füllung ist fertig, nun geht es an den Teig.

600 g Mehl auf eine Arbeitsfläche oder in eine Schüssel geben. Eine Prise Kurkuma hinzufügen, damit der Teig eine goldene Farbe erhält. Danach ca. 1,5 Tassen Wasser und einen Esslöffel Rapsöl dazugeben. Die Zutaten gründlich vermengen und den Teig kneten. Falls die Konsistenz zu klebrig ist, etwas Mehl hinzufügen; falls sie zu fest ist, langsam mehr Wasser dazugeben. Wenn der Teig weich und elastisch ist, rollen Sie ihn zu dünnen Fladen aus. Mit einem kleinen Glas (Schnapsglasgröße) Kreise ausstechen und daraus die kleinen Uszka formen.

Die Teigtaschen portionsweise in kochendes Salzwasser geben und kurz warten, bis sie an die Oberfläche steigen. Mit einer Schaumkelle herausnehmen i auf einer Platte anrichten.

Vor dem Servieren den roten Borschtsch in einen Topf gießen, Pfeffer und Majoran nach Geschmack hinzufügen, kurz aufkochen und fertig.

Die Uszka lassen sich hervorragend einfrieren, sodass man sie schon lange vor dem Festtagsstress vorbereiten kann.

ALTPOLNISCHE WEIHNACHTSPASTETE

Das Fasten an Heiligabend ist in der polnischen Kultur ein viel diskutiertes Thema. Tatsächlich war der Verzicht auf Fleisch an diesem Tag nie kirchenrechtlich vorgeschrieben, sondern entsprang der Tradition. Die Menschen entschieden sich für diesen Fastentag, um die Besonderheit des Abends zu betonen. Wenn Sie sich jedoch nicht strikt an diese Tradition halten, spricht nichts dagegen, eine köstliche Pastete auf der Weihnachtstafel zu servieren.

Hausgemachte Pastete

ZUTATEN:

  • Fettes Huhn (am besten ein Freilandhuhn)
  • Schweinebacke oder Schweinebauch (fett)
  • Optional: Puten-, Kaninchen- oder Entenfleisch
  • Geflügelleber (optional)
  • Butter (optional)
  • Karotten, Petersilienwurzel, Sellerie
  • Getrocknete Zwiebeln
  • Majoran
  • Gemüsegewürz (z.B. Vigora)
  • Haferflocken
  • Eier
  • Trockenpflaumen
  • Whisky
  • Tiefkühlpilze oder Champignons
  • Gewürzmischung für Ardenner Pastete oder folgende Einzelgewürze:
  • Kłodawa-Salz oder feines Meersalz
  • Schwarzer Pfeffer, gemahlen
  • Ingwer
  • Ganze Muskatnuss
  • Kräuterpfeffer
  • Fruchtkonfitüren zum Servieren nach Geschmack

 

ZUBEREITUNG:

Etwa 5 Stunden vor der Zubereitung der Pastete 6 Trockenpflaumen in einer kleinen Schale mit gutem Whisky übergießen und stehen lassen, bis die Früchte die gesamte Flüssigkeit aufgesogen haben. Der Alkohol verleiht Charakter und macht die Früchte weich und aromatisch.

Das Huhn im Ganzen in einen Topf geben. 2 Karotten, Petersilienwurzel und Sellerie hinzufügen, mit Wasser auffüllen und weich kochen. Wenn das Huhn gar ist, das noch warme Fleisch von den Knochen lösen.

In einer großen Pfanne eine kleine Menge Rapsöl erhitzen. Ca. 1,5 kg Schweinebacke/Schweinebauch hinzufügen und weich dünsten. Eine gute Pastete braucht einen gewissen Fettanteil als Geschmacksträger. Gegen Ende eine großzügige Menge getrocknete Zwiebeln hinzufügen (mindestens 4 EL) und kurz warten, bis sie das Fett aufgenommen haben. Mit einem Esslöffel Majoran und 2 Esslöffeln Gemüsegewürz abschmecken.

Optional: 3 Geflügelleberchen in etwas Rapsöl mit getrockneten Zwiebeln dünsten, wie zuvor das Schweinefleisch.

Falls Sie Waldpilze aus dem Herbst eingefroren haben, braten Sie diese mit Zwiebeln in Rapsöl an. Alternativ können Sie 500 g Champignons in Butter dünsten. Pilze lockern die Konsistenz auf und machen die Pastete saftig. Eine halbe Tasse Haferflocken mit Wasser übergießen und quellen lassen, bis sie weich sind.

Alle Zutaten (Fleisch, Fett, Gemüse, Pilze, Haferflocken) mindestens zweimal durch die feine Scheibe des Fleischwolfs (Ø6 mm) drehen.

Zur gemahlenen Masse 5 Eier und die Pastetengewürzmischung (ca. 10 g pro 1 kg Masse) geben.

Anstelle der fertigen Mischung können Sie auch ca. 3 EL Salz, reichlich schwarzen Pfeffer, eine große Prise Ingwer, einen Esslöffel Kräuterpfeffer und eine fein geriebene Muskatnuss (mindestens eine ganze Nuss) hinzufügen.

Alles lange und geduldig vermengen, dabei ständig probieren. Die Masse sollte kräftig gewürzt sein, aber Vorsicht mit dem Salz – beim Backen verdampft Wasser, wodurch der Geschmack intensiver wird.

Die Pastetenmasse in Aluschalen füllen (bis ca. 4/5 der Höhe) und festklopfen.

Den Ofen auf 180°C vorheizen, die Formen hineinschieben und die Temperatur auf 165-170°C senken. Insgesamt etwa eine Stunde backen (Mischung aus Umluft und Ober-/Unterhitze). Die Pastete sollte nicht austrocknen, aber eine schöne, leicht gebräunte Kruste bekommen. Nach dem Abkühlen kann sie eingefroren werden.

Auf der Weihnachtstafel passt die Pastete am besten zu Preiselbeer- oder Blaubeerkonfitüre. Wir empfehlen auch unsere speziellen Sorten: Birne mit Cranberry, Aronia mit Leinsamen oder Himbeerkonfitüre.

Unsere liebsten Weihnachtsgerichte haben wir uns für den Schluss aufgehoben. Wir laden Sie ein, im letzten Teil unserer Serie unsere persönlichen Favoriten zu entdecken.